Für das Beschriften werden Festkörperlaser mit vergleichsweise geringer mittlerer Leistung eingesetzt. Mit Hilfe eines akustooptischen Schalters - des Güteschalters (Q-Switch) - werden Pulse mit hoher Spitzenleistung erzeugt, die dennoch gleichförmig sind. Dadurch kann die Wechselwirkung mit dem Material sehr fein abgestimmt werden.
Prinzip
Der Laserstab und die Pumplichtquelle - heute überwiegend Laserdioden - sind in einem Gehäuse untergebracht, wobei die Pumplichtquelle Energie in den Laserstab pumpt. Dort entsteht das Laserlicht, das zwischen zwei Spiegeln hin- und herreflektiert und bei jedem Durchgang durch den Laserstab verstärkt wird. Einer der beiden Spiegel reflektiert das Licht nur teilweise. Durch diesen tritt ein Teil des Laserlichts - etwa 20-30 % - aus dem Laser aus und steht als Werkzeug für das Beschriften zur Verfügung.
Laserstab
Der Laserstab besteht aus einem künstlich gezüchteten Einkristall aus Yttrium-Aluminium-Granat (YAG) bzw. Yttrium-Vanadium-Oxid (Vanadat), in dem ein kleiner Teil der Yttrium-Ionen durch Ionen des Elements Neodym (Nd), dem eigentlich laseraktiven Material,
ersetzt wird. Er ist nahezu durchsichtig und schimmert leicht rosa. Die Abmessungen des Laserstabes hängen von der Spezifikation des Lasers ab. Typisch ist ein Durchmesser von etwa 4 mm bei einer Länge von etwa 10 mm.